Seit vier Generationen bauen wir, die Familie Schäffer, auf unseren Feldern Lauffener Kartoffeln an. Unsere langjährige Erfahrung gepaart mit dem guten Klima im Neckartal und den fruchtbaren Lösslehm-Böden, ergeben den einzigartigen Geschmack unserer Kartoffeln.

Ganzjährig erhalten Sie in unserem Kartoffelladen Kartoffeln in verschiedenen Gebindegrößen sowie weitere Produkte von Partnerbetrieben.

Außerdem betreiben wir Weinbau und kultivieren auf unseren Feldern Kürbisse, Zucchini, Brotweizen und Braugerste.

Um auch weiteren Generationen das Bebauen der fruchtbaren Felder zu ermöglichen, arbeiten wir nach Vorgaben des umweltschonenden, integrierten Landbaus.

willkommen bei Familie Schäffer

UnSER HOF

QUALITÄT über das ganze jahr Hinweg

Unsere Frühkartoffeln wachsen unter Folie, dadurch beschleunigen wir das Wachstum und können schon ab Mitte Mai die ersten Frühkartoffeln ernten. Im September folgen die späten Sorten, die sich hervorragend für die Lagerung eignen.

In speziellen Kühllagern werden unsere Kartoffeln so gelagert, dass sie über das Jahr hinweg nicht an Qualität und Geschmack verlieren. So ist es uns möglich, Ihnen das gesamte Jahr über leckere SCHÄFFER-Kartoffeln anzubieten.

Unsere Kartoffeln werden nach der Ernte handverlesen. Wir verzichten bewusst darauf sie zu waschen, denn die feine Erdschicht schützt sie vor Umwelteinflüssen. Dadurch bleiben die Kartoffeln lange frisch und schmackhaft.

Unsere Kartoffelsorten

Bild von Frühkartoffeln der Sorte Annabelle vom Kartoffelhof Schäffer

Durch unser mildes Klima ernten wir unsere Frühkartoffeln bereits im Mai. Sie sind besonders zarte Speisekartoffeln mit einer feinen, dünnen Schale, die dadurch ohne Schälen verarbeitet werden kann. Ihr buttriges Aroma und die einzigartig cremige Konsistenz machen sie zum idealen Begleiter für Spargelgerichte und eignen sich besonders als Salz- oder Bratkartoffel.

frühkartoffel

Eine braune Papiertüte mit festkochenden Kartoffeln "Annabelle"

Salatkartoffeln: Festkochende Speisekartoffeln Sie behalten auch nach dem Garen ihre feine, feste Textur und bleiben formstabil. Ideal für Kartoffelsalat, Bratkartoffeln, Kartoffelgratin und Salzkartoffeln.

festkochende

vorwiegend festkochende Kartoffeln "Madeira"

Vorwiegend Festkochende

Vorwiegend festkochende Speisekartoffeln Ein echter Allrounder in der Küche: Sie bleiben nach dem Garen noch etwas fest, lassen sich aber leicht zerteilen. Saucen perlen nicht ab, sondern werden schön aufgenommen. Ideal für Aufläufe, Gnocchi und Pommes.

Vorwiegend festkochende Kartoffeln vom Kartoffelhof Schäffer.

Mehligkochende Speisekartoffel Mit ihrer weichen, lockeren Konsistenz sind sie ideal für Gerichte wie Kartoffelpüree, Suppen, Puffer oder Knödel. Beim Kochen zerfallen sie leicht und binden dadurch hervorragend Flüssigkeit.

Mehlige

Schwarz-weißes Diagramm mit Bildern und Beschriftungen des Kartoffelanbaus, einschließlich Bodenbearbeitung, Ausliefern, Vorkeimen, Abpacken, Sortieren, Lagerung, Verkauf, Kartoffeln legen, Beregnung der Felder und Ernte, mit landwirtschaftlichen Geräten und Landbildern.

vom setzen bis zur Ernte

unsere geschichte

die Scheinanlage ”stuttgarter Bahnhof” im Bortental

Dass im Bortental einmal der Stuttgarter Hauptbahnhof nachgebaut wurde, können sich heute nur noch wenige vorstellen. Doch genau dies geschah während des Zweiten Weltkriegs in unmittelbarer Nähe unseres Hofes. Die Folgen waren einschneidend: Die Familie musste ihr neu erbautes Zuhause verlassen und konnte erst Jahre später zurückkehren.

Wie es dazu kam, weshalb Paul Schäffer überhaupt den Mut hatte, weit draußen im Feld einen Hof zu bauen, und wie das Bortental schließlich zur Heimat unserer Familie wurde, davon erzählen die folgenden Zeilen.

Familiengeschichte zu "Projekt Brasilien" in Lauffen am Neckar

Als die Straße nach Nordheim noch ein Abenteuer war

In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts war die Straße nach Nordheim eine höchst einfache, recht und schlecht befestigte Straße mit großen Böschungen, Hohlwegen und Straßengräben. Über diese wenig komfortable Straße mussten mit Ochsen- und Kuhgespannen das Getreide, das Heu, die Kartoffeln, die Futterrüben und natürlich die Trauben heimgefahren werden.

Viele Fußgänger waren unterwegs. Frauen und Männer auf dem Weg zur Arbeit, Radfahrer mit Vesperkorb, Mostkrug oder Arbeitsgerät. Keiner hatte ein Auto oder einen Schlepper, wenige ein Motorrad. Die ganze Gemarkung wurde bearbeitet, auch die entferntesten Grundstücke. Lauffen war in diesen Jahren noch eine überwiegend bäuerliche Gemeinde.

Familiengeschichte zu "Projekt Brasilien" in Lauffen am Neckar

Paul Schäffer und seine Vision

Der junge Paul Schäffer hatte eine Vision. Er wollte nicht sein ganzes Leben lang sein Vieh die Steige hochtreiben. Seine Zugtiere sollten dort leben, wo sie auch arbeiteten.

Als junger Mann arbeitete er auf einem arrondierten Hof und erlebte dort, wie frisch die Arbeitstiere blieben, wenn man sie nicht täglich kilometerweit treiben musste. Weit vom Ortskern entfernt, so schien ihm, könnten seine Pläne verwirklicht werden.

1935 heiratete er Lina Paulus aus Deckenpfronn. Ziemlich schnell verfolgte Paul mit aller Energie seinen Plan, weit draußen im Feld zu bauen. Heute würde man dazu Aussiedlerhof sagen.

Familiengeschichte zu "Projekt Brasilien" in Lauffen am Neckar

Der Bau des Hofes im Bortental

Endlich konnten sie von der Württembergischen Hofkammer einen Acker kaufen, mit der Auflage, baldmöglichst die Gebäude zu erstellen. Dann eilte es wirklich, denn die politische Situation in Deutschland ließ nichts Gutes ahnen.

Zunächst musste Wasser gefunden werden. Paul fing an zu graben und fand tatsächlich in neun Metern Tiefe auf einer Felsschicht das ersehnte Nass, von dem noch heute gewonnen und verbraucht wird.

Danach wurde mit dem Bauen begonnen: zunächst die Scheune und der Stall, danach das Wohnhaus. Baugrube und Güllegrube entstanden in Handarbeit. Der Maurer war zugleich auch der Architekt.

Gegen Herbst 1939 konnte die Familie in ein noch nicht perfektes Haus einziehen. Es gab weder Strom noch fließendes Wasser. Die einzige Wasserquelle war der Brunnen vor dem Haus.

Familiengeschichte zu "Projekt Brasilien" in Lauffen am Neckar
Familiengeschichte zu "Projekt Brasilien" in Lauffen am Neckar

Als im Bortental der „Stuttgarter Hauptbahnhof“ entstand

Trotz allem lebte sich die Familie gut ein und war stolz auf das Erreichte. Doch die Freude und das Eingewöhnen wurden bald jäh unterbrochen.

In unmittelbarer Nähe des Hofes entstand während des Krieges eine groß angelegte Scheinanlage. Im Bortental, Wannenberg und den angrenzenden Markungen wurden auf hunderten Hektar Attrappen des Stuttgarter Hauptbahnhofs, der Gaskessel und ganzer Straßenzüge mit Beleuchtung aufgebaut. Die alliierten Bomber sollten dadurch irregeführt werden, damit ihre Bomben nicht auf Stuttgart fielen.

Für die Familie Schäffer bedeutete dies höchste Alarmstufe. Der eben erst bezogene Hof musste wieder verlassen werden. Aus den zunächst vorgesehenen drei Wochen wurden schließlich drei Jahre.

Die Familie zog zurück nach Lauffen und lebte dort unter sehr beengten Verhältnissen. Die Landwirtschaft musste dennoch weitergeführt werden. Tiere, Felder und der Hof blieben im Bortental zurück. Gleichzeitig wurde das Leben durch die Kriegsjahre immer schwieriger.

Familiengeschichte zu "Projekt Brasilien" in Lauffen am Neckar

Erst im Jahr 1943 durfte die Familie wieder auf ihren Hof zurückkehren. Die Freude darüber war groß. Für die Kinder bedeutete dies zwar einen langen Schulweg, doch endlich waren sie wieder in ihrem „neuen Haus“ im Bortental.

Kurz darauf wurde Paul zum Kriegsdienst eingezogen. Nun musste Lina mit Hilfe ihrer Schwester Elise, der Kinder und verschiedener Hilfskräfte den Betrieb weiterführen. Die Kriegsjahre brachten Sorge, Entbehrung und Verluste.

Zurück in die Heimat

Familiengeschichte zu "Projekt Brasilien" in Lauffen am Neckar

Neubeginn nach dem Krieg

Nach Kriegsende begann der Wiederaufbau. 1949 wurde endlich Strom ins Bortental gelegt. Was für ein Ereignis! Später kamen Hauswasserversorgung, Waschmaschine und die ersten technischen Erleichterungen hinzu.

Ein weiterer großer Fortschritt war die Anschaffung des ersten Schleppers. Die Ochsen hatten ausgedient und eine neue Zeit begann. Der Betrieb entwickelte sich weiter und wurde nach und nach vergrößert.

Die Kinder wuchsen heran, machten ihre Ausbildung und halfen von klein auf im Betrieb mit. Nacheinander übernahmen die nächsten Generationen Verantwortung für Hof und Landwirtschaft.

Familiengeschichte zu "Projekt Brasilien" in Lauffen am Neckar
Familiengeschichte zu "Projekt Brasilien" in Lauffen am Neckar

Unsere Heimat bis heute

Mit den Jahren wurde viel gebaut und modernisiert. Aus dem einst einsam gelegenen Hof entstand ein lebendiger Familienbetrieb. Die Umgebung veränderte sich stark. Neue Höfe und Häuser entstanden, Straßen wurden ausgebaut und aus der einst ruhigen Straße wurde eine wichtige Verbindung Richtung Heilbronn und Autobahn.

Doch vom Bortental aus kann man noch immer den Sternenhimmel bewundern, ein Gewitter kommen sehen oder lange Wege durch die Natur gehen.

Über vier Generationen hinweg wurden hier unsere Werte und praktisches Wissen im Kartoffelanbau bewahrt und an die heutigen Anbaumethoden angepasst. Diese Erfahrung bildet bis heute die Grundlage unserer Arbeit.

Darum nennen wir das Bortental gerne unsere Heimat.